Eigene Handschrift

15. Juli 2008 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Kurzer Hinweis auf diesen sehenswerten Vierminüter. Nach etwa einer Minute hatte ich eine Vermutung, wer ihn produziert haben könnte. Im Abspann wurde meine Vermutung dann bestätigt.

Schön, dass solche Perlen auf ZEIT ONLINE immer mal wieder zu sehen sind.

VJ Awards 2008

15. Juli 2008 | Bisher 2 Kommentare »

In diesem Jahr werden wieder Preise für herausragende Arbeiten von Videojournalisten vergeben. Wer teilnehmen möchte, findet alle Informationen dazu auf vjawards.com. Deadline ist der 15. Oktober.

Die Preise (insgesamt 12.000 Euro) werden in verschiedenen Kategorien vergeben, unter anderem “ausgestrahlte TV-Beiträge” und “Independent Film und Online”. Die Einreichungen dürfen maximal 15 Minuten lang sein.

Zudem vergibt die Jury einen Reportage-Award. Dabei muss es sich um eine deutschsprachige Produktion von 15 bis 29 Minuten Länge handeln, die von einem oder mehreren Videojournalisten realisiert wurde. Die Reportage muss nicht ausgestrahlt worden sein.

Überhaupt lohnt sich ein Blick auf die Website des Awards, die komplett neu gestaltet wurde. Dort sind einerseits die Gewinnerbeiträge der vergangenen Jahre zu finden (z.B. Looking for Love in London von Mike Kraus), andererseits einige nutzwertige Videos wie z.B. dieser Tipp aus einem VJ-Seminar mit Roberto Tossuti.

Einstellungen, Bildsprache und Montage

10. Juli 2008 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

If you think of shots as nouns, you can think of edit points as verbs.

The Language Of Film ist eine sehr verständlich geschriebene und gut bebilderte Zusammenfassung vieler Aspekte, die Bewegtbildsprache ausmachen.

35mm-Adapter vs. Videojournalismus

5. Juni 2008 | Bisher 5 Kommentare »

Ich könnte sie mir immer wieder anschauen, Clips wie diesen von Philip Bloom. Einfach schöne, ruhige Bilder mit Aussage, ein angenehm unaufdringlicher Schnitt, alles passend zur Musik - eine kleine Reise am Computerbildschirm.

Bloom dreht mit einem 35mm-Adapter (den er hier detailliert bewirbt erklärt). Damit kann er ganz andere Optiken einsetzen, um die Schärfentiefe in den Videobildern zu verringern. Das ganze nimmt dann einen filmähnlichen Look an und sieht einfach gut aus.

Mit den Standard-DV-Optiken ist das nicht möglich (es sei denn, man dreht ständig mit offener Blende und langer Brennweite, wobei die anvisierten Objekte auch noch üppig Abstand zueinander haben müssen).

Seit es den LetusExtreme gibt, habe ich oft darüber nachgedacht, ihn mir für meine Arbeit anzuschaffen.

Abgesehen davon, dass man damit ganz allgemein viel mehr Möglichkeiten für die Bildgestaltung hat, würde ich ihn bestimmt sehr oft bei Interviewaufnahmen für Magazinstücke einsetzen - theoretisch zumindest.

Denn häufig ist es in den engen Räumen meiner Gesprächspartner nicht möglich, den Bildhintergrund angenehm in der Unschärfe verschwimmen zu lassen. Mit einem 35mm-Adapter und einer entsprechenden Optik wäre das wohl eine der leichteren Übungen.

Doch vom Kauf abgehalten hat mich bisher vor allem immer wieder eine Überlegung: Die Arbeit mit einem solchen Adapter macht den Job wohl kaum leichter - zumindest wenn man weitgehend solo arbeitet.

Denn eine voll ausgestattete Kamera sieht irgendwann so ähnlich aus wie beispielsweise die Panasonic HVX 200 von Christian Haake (lesenswerter Artikel zur Aufrüst-Odyssee in seinem Bewegtbildarbeiter-Blog).

Für die meisten VJs ist so ein “Kameramonster” wohl etwas zu weit weg von der ursprünglichen Idee kompakter Arbeitsmittel mit dem gelegentlichen Vorteil des unauffälligen Nah-dran-seins.

Und was speziell die Interview-Aufzeichnungen betrifft: Mit all dem Equipment auf dem Rücken bzw. in sämtlichen Händen (neben Kamera samt Tonzubehör und Stativ auch noch der Lichtkoffer und die zusätzlichen Leuchtenstative) sind irgendwann Grenzen des Alleinarbeitens erreicht.

Wenn irgendein VJ da draußen ist, der das hier liest und Erfahrung mit 35mm-Adaptern hat - es würde mich brennend interessieren…

Nachtrag: Sehr informativer Thread auf DVXuser.com über Stärken und Schwächen von 35mm-Adaptern samt empfohlenen Zubehör wie Linsen etc.

Ken Burns-Effekt mit Final Cut Pro und Motion

30. Mai 2008 | Bisher 1 Kommentar »

Vor allem in Dokumentarfilmen wird als Stilmittel oft der sog. Ken Burns-Effekt verwendet: Statt ein statisches Foto einfach nur einzublenden, fährt die Kamera darüber, also zoomt bzw. schwenkt auf bestimmte Details (zum Beispiel Personen, um die es im Off-Kommentar gerade geht).

Für diesen Effekt gibt es einige Plugins, u.a. Stagetools Moving Picture, das wirklich einfach zu bedienen ist (Trial-Versionen gibt es für eine ganze Reihe Schnittprogramme auf der Stagetools-Seite).

Man kann den Effekt natürlich auch mit Final Cut Pro-Bordmitteln nachbauen. Allerdings nur mit Abstrichen, denn vor allem das langsame Anfahren und sanfte Enden eines Zooms (Ease in/Ease out) ist etwas hakelig.

Wer über das Final Cut Studio und somit über Motion verfügt, kann den Ken Burns-Effekt völlig ohne Einschränkungen spielend einfach nachbauen. Zwei Alternativen zeigt Mark Spencer in einem Video-Tutorial (Quicktime-Video, ca. 41 MB).